Vortrag „Wie die identitäre Bewegung unser Sprechen auf die Probe stellt“

Im Rahmen der vom Zentrum für Integrationsstudien an der TU Dresden organisierten Veranstaltungsreihe „Courage: Wissen, Sehen, Handeln!“ hielt ich am 24. Oktober 2018 in der Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10, einen Vortrag zu der kommunikativen Irritation, die von der identitären Bewegung ausgeht.

Der ethnopluralistische Diskurs der identitären Bewegung stellt eine kommunikative Irritation und Herausforderung dar, denn er operiert mit weithin anerkannten und positiv besetzten Begriffen wie Identität, Kultur, Diversität, Pluralismus usw., deren Vieldeutigkeit (Bendl/Spitzmüller 2017) und Ambivalenz er auf diese Weise sichtbar macht. Eine Voraussetzung, um mit Rechten zu reden (Leo/Steinbeis/Zorn 2017) ist daher, sich nicht bloß auf die vermeintlich illegitime Umdeutung dieser Begriffe im rechten Diskurs zu fixieren, sondern sich zunächst einmal ihrer Vieldeutigkeit bewusst zu werden und diese kritisch zu reflektieren.

Bendl, Christian/Spitzmüller, Jürgen (2017): ‚Rassismus‘ ohne Rassismus? Ethnoseparatistische Diskurse in sozialen Netzwerken. Wiener Linguistische Gazette 80 (2017), 1–26.

Leo, Per/Steinbeis, Maximilian/Zorn, Daniel-Pascal (2017): Mit Rechten reden. Ein Leitfaden. Stuttgart: Klett-Cotta.

Hier die Präsentationsfolien: Identitäre_Bewegung_Herausforderung_Vortrag_Dobstadt_Oktober_2018

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